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  1. #1
    Martina Schein
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    Schnee von gestern … und vorgestern ist ein Buch aus der Reihe Fox & Crime.

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    Eine zerbrochene Familie - drei Verbrechen.
    Der Vater der Familie Prancock, britischer Kommissar, findet während seines Urlaubs im Gästesafe eine Nachricht: „To Mr. P. Help me!“ War wirklich er gemeint? Und wenn ja, braucht wirklich jemand Hilfe? Währenddessen recherchiert Ex-Frau Else für die Lokalzeitung über Verbrechen der Vergangenheit. Dabei entdeckt sie das 30 Jahre alte
    Foto einer skelettierten Leiche, welches Rätsel aufwirft, die bis in die Gegenwart reichen.
    Und Tochter Jasmin bekommt einen erschreckenden Anruf: „Sie bringen mich um. Komm schnell!“ Schafft sie es, ihrer Freundin rechtzeitig zu Hilfe zu eilen?
    Mysteriöse Nachrichten, dubiose Spuren, vertuschte Verschwörungen und unerwartete Hindernisse bei den Ermittlungen halten die Familie gehörig auf Trab. Letztlich müssen die drei sich gemeinsam bewähren, denn sie geraten zunehmend in ein Katz-und-Maus-Spiel auf Leben und Tod.

    Meine Gedanken zu diesem Buch

    Auftakt zu einer Krimireihe der ganz besonderen Art

    Eine derartig lange Lesezeit hatte ich in den letzten Jahren bei keinem Buch. Zusammengerechnet habe ich fast 17 Stunden mit diesem packenden und fesselnden mit über 600 Seiten in der Printversion (Amazon) angegeben Krimi verbracht.
    Durch die verschiedenen Handlungsstränge mit vielen agierenden Personen muss man sich beim Lesen sehr konzentrieren. Dieses Buch eignet sich nicht zum einfach mal eben weglesen, sondern bedarf entschieden größerer Aufmerksamkeit. Nicht umsonst hat der Autor auch nach dem Vorwort und einem Ortstermin die wichtigsten Handlungsträger aufgelistet, so dass man sie schon im Vorfeld etwas kennenlernt.

    Die einzelnen Stränge reichen in der Vergangenheit bis zu Kriegsverbrechen in Nazi-Deutschland über einen 30 Jahre zurückliegenden Mord und wieder retour in die Gegenwart. Hier konzentriert sich das Geschehen auf eine deutsche Kleinstadt sowie deren Umgebung.
    Eine Jugendband mit ihren Freunden, Asylanten, eine gemeinnützige Organisation, der Bürgermeister, eine illegale Einwanderin, Neo-Nazis sowie die für die Lokalzeitung recherchierende Else und die Privatdetektivin Penny geben sich hier szenenmäßig die Klinke in die Hand. Ein Überfall auf Jeannie und ihren Hof ist nur die erste Handlungsspitze.
    Politisches Kalkül und Gier spielen vielleicht nicht die erste Geige, dafür jedoch eine große Rolle.
    Verschwörungen und Deutschtümelei ziehen sich von besagter Vergangenheit bis ins hier und jetzt.

    Ein weiterer Handlungsstrang spielt in Frankreich, wo Geheimdienste mit allen Mitteln verhindern wollen, dass ein vor Jahren gescheiterter Atomversuch auf dem Mururoa-Atoll, der viele militärische und zivile Opfer gefordert hat, ans Licht gelangt. Natürlich wurde das Ganze vertuscht und alle Leute, die tiefer graben wollten oder auch nur den Anschein erweckten, etwas zu wissen, eliminiert.
    Fox und Ilka stechen hier ungewollt mitten in ein Hornissennest, dabei wollten sie doch nur Urlaub machen. Ilka zieht zudem zwei junge Leute ungewollt mit hinein.
    Welche Rollen spielen die Departements C und F, ein von Mönchen geleitetes Hospital und ganz besonders die undurchsichtige Äbtissin der »Schwestern der heiligen Berge«, die absolut nicht der gängigen Vorstellung einer Nonne entspricht?

    Dieses Buch ist zwar als Kriminalroman deklariert, liest sich in großen Teilen jedoch wie ein Agententhriller. Aber auch die Gefühle und der Humor kommen nicht zu kurz.
    Den im Buch öfter auftauchenden Romanhelden Garry Button, erkennen bestimmt viele von uns. Sowohl Prancock als auch sein Kollege Steffens lesen die Hefte. Als Teenager habe ich das ebenfalls getan.

    Nicht nur ein oder zwei, sondern viele der zahlreichen Protagonisten sind mir ausgesprochen sympathisch – vollkommen unabhängig vom Geschlecht, Alter, Beruf oder der Glaubensrichtung. Auch die weniger sympathischen Handlungsträger kommen in diesem Buch nicht zu kurz. In den Szenenwechseln erscheinen sie immer wieder aufs Neue.

    Zuweilen fragt man sich, was die unrühmliche deutsche Vergangenheit mit der Vertuschung des fehlgeschlagenen Atomtests auf dem Mururoa-Atoll zu tun hat, doch auch hier gibt es eine bestimmte Person als gemeinsamen Nenner.
    Der fulminante Showdown findet auf einem alten Gehöft statt und zu Beginn sieht es so aus, als käme keiner der Partyteilnehmer mit dem Leben davon.

    Die bis zum Schluss stattfindenden häufigen Szenenwechsel ließen zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkommen, sondern hielten die Spannung beständig auf einem hohen Level.
    Der Autor hat es zudem wunderbar verstanden, durch eine sehr plastische und bildhafte Sprache verbunden mit flapsigen Sprüchen und Vergleichen unter anderem aus dem PC-Bereich das Buch trotz der zahlreichen Verbrechen nicht zu hart erscheinen zu lassen. Mehrfach musste ich nicht nur schmunzeln, sondern teilweise herzhaft lachen.

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    Geändert von Martina Schein (15.10.16 um 13:46 Uhr)
    Ein Tag ohne Lesen ist ein ebenso verlorener Tag wie ein Tag ohne Lachen.
    Thanks cleo, PeterHadTrapp hat/haben sich bedankt

  2. #2
    cwo
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    Hi Martina,

    eine nicht provokant gemeinte Frage: wie schaffst Du es so viele Bücher zu lesen? Hast Du eine Schnelllesetechnik?
    So etwas gibt es ja, ein Freund von mir kann das, was ich manchmal beneidenswert finde!

  3. #3
    cleo
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    Das klingt richtig gut ,wird wahrscheinlich bald auf meinem Reader einziehen.
    Von Günther Klößinger habe ich vorher noch nie was gehört.
    Ein Abend, an dem sich alle Anwesenden völlig einig sind, ist ein verlorener Abend.

  4. #4
    Martina Schein
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    CWO, nein ich habe keine Schnelllesetechnik. Schön wäre es.
    Da ich jedoch kürzlich meinen Blog gecancelt habe (aus diesem Grunde werde ich jetzt auch bei [Bitte einloggen oder registrieren um Links zu sehen.] etwas aktiver), stelle ich nach und nach Rezis zu den Büchern ein, die ich an dieser Stelle noch nicht gepostet habe. Gelesen habe ich etliche der Bücher schon vor einiger Zeit. Das Lesen der eBooks funktioniert bei mir wie wohl bei vielen anderen Menschen auch - eines nach dem anderen.

    Cleo, Günther Klößinger ist mittlerweile einer meiner Lieblingsautoren, den ich uneingeschränkt empfehlen kann. Sein anderes Buch, Blüten aus Babylon, hatte ich hier ebenfalls vorgestellt.
    Ein Tag ohne Lesen ist ein ebenso verlorener Tag wie ein Tag ohne Lachen.