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  1. #1
    Martina Schein
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    Freizeit-Nerd-Grufti

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    Selbstjustiz - wenn Opfer zu Tätern werden

    Der erste Band endete mit einem regelrechten Showdown, der jedoch, wie wir im zweiten Buch rasch erfahren, meisterhaft inszeniert war. Schon nach wenigen Seiten ist man in diesem Buch wieder mitten im Geschehen. Die Geschichte rund um die Foltermörder und ihre Opfer, die früher selbst Täter waren, nimmt sehr schnell wieder Fahrt auf und hat mich bis zum Schluss gefesselt.
    Die Protagonisten werden dem Leser erneut sehr lebendig und detailreich nahe gebracht, so dass man sie sehr schnell wiedererkennt und die Geschehnisse des ersten Buches kommen wieder schnell aus der Gedächtnisschublade hervor.

    Täter dürfen nicht besser schlafen als ihre Opfer - das treibt die Foltermörder an. Wer ungesühnte Schuld mit sich trägt, den lehren sie das Fürchten. Ob Priester oder Finanzhai spielt dabei keine Rolle.

    Die Foltermörder schaffen es sogar, Xella Wingert, die Leiterin der SOKO, unfreiwillig zur Komplizin zu machen. Das Bild der Kommissarin mit den vor Blut triefenden Händen geht um die Welt.

    »Wir bedanken uns bei Hauptkommissarin Xella Wingert. Sie haben für mehr Gerechtigkeit in unserem Land gesorgt.«

    In diesem Buch erfahren wir ferner Näheres über die Foltermörder und ihre Erlebnisse speziell in der Fremdenlegion.
    Heute nicht mehr so bekannte, mittelalterliche Foltermethoden erläutert der Autor ebenfalls sehr anschaulich. Auch wenn sie ganz schön heavy sind, hatte ich mit den Täter-Opfern zu keinem Zeitpunkt Mitleid.
    Die Verstrickungen der Handlungsträger in die einzelnen Geschehnisse, Zusammenhänge und Hintergründe werden immer mehr aufgedeckt.

    Die Charaktere sind wie schon im ersten Buch sehr gut gezeichnet und glaubhaft.
    Die Präsidentin des LKA, Dr. Gisela Unger ist noch genauso unsympathisch wie im ersten Band, hingegen erleben wir bei Hauptkommissar Thomas Rottman, dem Leiter des K11 in Frankfurt, eine Wandlung - die sich allerdings durch einen sehr nachvollziehbaren Punkt erklärt.
    Die Unger ist in meinen Augen ein richtiges Charakterschwein erinnert mich an Superintendent Isabelle Ardery aus der Inspector Lynley Reihe von Elizabeth George. Was ihr im Zuge der Ereignisse passiert, habe ich ihr mehr als gegönnt.
    Patrick Nolden gefällt mit speziell im letzten Drittel des 27. Kapitels sehr gut. Der Autor zeigt anschaulich den Beginn der Überwindung seines Kindheitstraumas, an der er mit Xellas Hilfe weiter arbeiten möchte.

    Die Schilderung des Deals mit dem Haupttäter, den dieser Xella unterbreitet, gefällt mir sehr gut. Auch hierbei erfahren die Leser so einiges über seinen Charakter und Motivation. Auch wird deutlich, dass er die Kommissarin sehr gut einschätzt.

    Durch den unterhaltsamen und spannenden Schreibstil hat mich das Buch bis zum Schluss gefesselt. Zusätzlich lässt einen dieser Thriller aber auch sehr nachdenklich zurück.

    Ich bin gespannt, ob es einen weiteren Teil gibt - vielleicht mit einem spektakulären Ausbruch ...

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    Blondi hat recht, man sollte zuerst das Buch STRAFE - Alte Sünden lesen, da es sich bei diesen beiden um eine Fortsetzungsgeschichte handelt.
    Geändert von Martina Schein (23.10.16 um 16:40 Uhr) Grund: Nachtrag
    Ein Tag ohne Lesen ist ein ebenso verlorener Tag wie ein Tag ohne Lachen.
    Thanks Blondi, deutschlandcard hat/haben sich bedankt

  2. #2
    Blondi
    Blondi ist offline
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    Bökerworm

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    E-Ink in vier verschiedenen Displaygrößen. Gelesen wird aber nur auf Kobo H2O.
    Ich finde, es ist empfehlenswert, zuerst “STRAFE – Alte Sünden” zu lesen. Anders als in seinen anderen Büchern geht es in „STRAFE – Kein Vergessen“ hart zur Sache!
    Interpunktion und Orthographie dieses Beitrages sind frei erfunden. Eine Übereinstimmung mit aktuellen oder ehemaligen Regeln sind rein zufällig und nicht beabsichtigt.
    Thanks Martina Schein hat/haben sich bedankt