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Köln 1999: Ein scheinbar harmloser Geschäftsmann fällt einem grausamen Verbrechen zum Opfer. Die Tat eines Verrückten? Vera Gemini, Kölner Detektivin, die wider Willen in den Fall hineingezogen wird, erkennt schon bald die perfide Logik hinter der angeblichen Wahnsinnstat. Die Spur führt zurück ins Jahr 1991, in die letzten Tage des Golfkriegs und zu einem Geheimnis in der kuwaitischen Wüste – begraben, aber nicht vergessen …

Kurzweiliger Thriller mit teilweise zähen Ausführungen

Das Buch ist teilweise etwas langatmig und die Psychologie des Täters sowie die der anderen Protagonisten zu ausführlich beschrieben, aber allgemein gefällt es mir. Die Schreibweise und der Stil lassen auf einen Autoren schließen, der absolut etwas von seinem Fach versteht.
Allerdings beschreibt und erklärt Schätzing sehr viel, ohne dass dies zunächst für die Handlung von Relevanz ist. Einige dieser Passagen - speziell manche psychologischen Betrachtungen - hätten meiner Ansicht nach gestrafft werden können.

Die Morde sind ausgesprochen brutal ausgeführt, Schätzing geht jedoch nicht übermäßig ins Detail, sondern lässt einerseits Raum für Phantasie und zartbesaitete Gemüter trotzdem ruhig schlafen.

Zwar wird auch das eine und andere Klischee bedient, so zum Beispiel bei der Detektivin und dem leitenden Kommissar, doch die Vorgänge sind spannend ausgeführt und die Protagonisten lebendig und vor allem mit Ecken und Kanten geschildert.

Von dem Schluss war ich nicht wirklich begeistert. Für mich erschien er nicht eindeutig. Klar kann man sich gewisse Vorgänge denken, doch außer mangelnder Eindeutigkeit empfand ich ihn im Vergleich zu den teilweise etwas zu ausführlichen und zähen Passagen auch entschieden zu abrupt geendet. Das passt für mich irgendwie nicht zusammen.

Auf jeden Fall musste man bei diesem Werk mitdenken und konnte das Buch nicht mal eben so weglesen. Das hat mir gut gefallen. Mein Kopfkino hatte ebenfalls genug zu tun. Trotz gewisser Schwächen fand ich das Buch durchaus kurzweilig.