Inhalt
Eifersucht, Neid und Cliquenwirtschaft
Argwöhnisch betrachten die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7e die Neue: Valerie. Muss das sein? Ausgerechnet auf die lang ersehnte Klassenfahrt soll dieses merkwürdige Mädchen mit? Warum hat sie völlig altmodische geflochtene Zöpfe? Warum sagt sie nichts? Und dann kommt es noch schlimmer: Den tollsten Jungen aus der Klasse baggert sie an ...

Drama auf der Klassenfahrt: Ein Feuer mitten in der Nacht, ein Autounfall und ein Diebstahl halten die 7 e in Atem. Schuld an allem ist Valerie. So jedenfalls denken die Schüler. Denn sie können die Neue mit ihren bunten, altmodischen Klamotten nicht ausstehen. Warum muss sie ihnen bloß die lang ersehnte Reise vermiesen? Schlimmer noch: Sie macht sich an den Mädchenschwarm Felix heran! Und küsst ihn sogar! Das kann nicht ungestraft bleiben! Liebe, Hass, Freundschaft und Feindschaft liegen auf dieser Klassenfahrt sehr eng beieinander ...

Eine dramatische Geschichte um Liebe und Hass, um Freundschaft und Ausgrenzung

Über die Autorin (Zusammenfassung des Portraits vom Schenk-Verlag)
Katalin von Draskoczy, Künstlername Kika, wurde in Norddeutschland geboren, wuchs aber in Koblenz auf. Sie begann während des Studiums zunächst für das Radio zu schreiben und schreibt mittlerweile seit über 20 Jahren Kinder- und Jugendbücher.

Persönlicher Eindruck
Mit langen Vorreden hält die Geschichte sich nicht auf, schon nach den ersten paar Seiten sind die Fronten klar. Die Erzählweise, in der dritten Person, aber klar aus der Perspektive der Neuen, gibt dem Ganzen eine Unmittelbarkeit, die den Leser fast genauso an der Gehässigkeit der Mitschüler verzweifeln lässt wie die Protagonistin. Mit dem scheinbaren Happy End, das aber doch nur kurzfristig längst noch nicht gelöste Konflikte übertüncht, schafft die Autorin eine Wendung, die noch einen zweiten, stärkeren Spannungsbogen aufbaut.
Etwas Abzug bekommt das Buch von mir wegen leichter stilistischer Schwächen, Ersatzbeschreibungen wie "die Braunhaarige", die eindeutig nur der Vermeidung einer wiederholten Namensnennung dienen, wirken an manchen Stellen leider unbeholfen. Außerdem ist die Altersbeschreibung der Kinder inkonsistent, auch eine Sitzenbleiberin ist in der siebten Klasse noch nicht 15 Jahre alt und, Zitat: "körperlich ausgewachsen", und die wenigsten Zwölf-, bestenfalls gerade Dreizehnjährigen dürften mit gefärbten Haaren und Stringtanga rumlaufen.

Fazit:
Gut geschrieben, spannend und einfühlsam, ein angenehmes, wenn auch mit 98 Seiten gering dosiertes Lesefutter.


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